Ein billiges Hostel in Laos. Viel zu viele abenteuerlustige Menschen. Eine viel zu laute Klimaanlage. Zwei alleinreisende Rucksacktouristen. Und vor allem, viel zu viele Moskitos. Genau so lauten die einleitenden Worte unserer Liebesgeschichte, die sich vor nun mehr als zwei Jahren ereignet hat.

Ich lag in meinem Bett in diesem besagten Hostel und hörte rund um mich die Moskitos surren, die, laut dem Gesundheitsamt in meinem Land, Überträger von Krankheiten wie Malaria oder Denguefieber waren. Deshalb schlief ich jede Nacht unter einem Moskitonetz, um mich vor ihnen zu schützen.

In dieser Nacht hörte ich in einem Bett neben mir eine junge Frau fluchen, da sie kein Netz hatte und von den Moskitos regelrecht zerstochen wurde. Sie wälzte sich hin und her, weshalb auch ich keinen Schlaf finden konnte. Schließlich bot ich ihr, halb genervt, halb im Spaß, an, sich zu mir unter mein Moskitonetz zu legen, um sich vor den Insekten zu schützen. Daraufhin wurde es ruhig im Zimmer. Beinahe eingeschlafen, wurde plötzlich das Netz geöffnet und eine Frauenstimme sagte: „Rutsch rüber!“ Ich war verblüfft, doch machte ich Platz, während sie sich zu mir ins Bett legte. Sofort sagte die Frau: „Nur damit das klar ist. Kein Fummeln, kein Küssen, nichts… Ich bin nur hier, weil ich Schutz vor den Moskitos brauche.“ Ich nickte. Sie lächelte. Wir stellten uns einander vor und begannen zu reden. Es war eines jener Gespräche, die ewig hätten dauern können, da wir uns einfach so gut verstanden und merkten, wie viel wir gemeinsam hatten. Als die Sonne am nächsten Morgen aufging, beschlossen wir, gemeinsam weiterzureisen. Als die Reise nach zwei Monaten zu Ende ging, beschlossen wir, unser Leben gemeinsam fortzusetzen. Heute sind wir seit über zwei Jahren zusammen. Fortsetzung folgt…

 

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